25. Oktober 2015

Einblicke von Rostock.

Den gestrigen Tag wollte ich eigentlich nutzen um mal wieder etwas leckeres zu kochen & wieder auf den Blog zu stellen. Aber es kommt manchmal eben anders als man denkt. Meine Waschmaschine bzw. genauer gesagt die Trommel meiner Waschmaschine hat sich gestern mit einem lauten Gerumpel und Geschleife von dieser Welt verabschiedet und somit habe ich den restlichen Tag gestern im Elektrofachhandel verbracht und mir ein neues Modell aussuchen müssen. Donnerstag wird das gute Stück geliefert. Aber irgendwie freue ich mich auch schon darauf die neue Maschine zu benutzen. Wäsche waschen gehört irgendwie zu meinen Lieblingshausarbeiten. Nun gut. So oder so komme ich dann heute eben dazu Euch noch einige Fotos von meinem Kurzurlaub in Rostock zu zeigen. Anfang Oktober waren wir (er & ich) für drei Tage zum Wellnessurlaub in die Hansestadt gereist. Als erstes habe ich Euch ein paar Fotos von unserem Hotel "Trihotel" mitgebracht. Das erste was mir an diesem Haus sehr gut gefallen hat, ist die Buddha-Figur direkt am Eigang, so hat man gleich das Gefühl an einem ruhigen und freundlichen Ort anzukommen.


Unser Zimmer hat uns ebenfalls sehr gut gefallen. Das Bad war top modern ausgestattet, sehr sauber und die riesige Wellnessdusche war sogar mit einem wechselnden Farbspiel ausgestattet. Ebenso fand ich den Baldachin an unserem Bett super schön, dadurch fühle ich mich beim schlafen irgendwie immer so beschützt. 


Das Restaurant im Trihotel, mit dem Namen "5 Elemente" wurde erst vor einiger Zeit umgebaut und neu gestaltet. Dabei wurde entsprechend versucht die 5 Elemente, also Luft, Feuer, Wasser, Erde und Metall mit einzubeziehen. Ich finde, dass ist den Mitwirkenden hervorragend gelungen.

 

Alles wirkt sehr frisch und modern. Besonders gut gefallen hat mir die Deckengestaltung des Restaurants. Hier wird die Baumkrone des Schweizer Waldes, welcher direkt hinter dem Haus liegt, abgebildet. Außerdem gibt es im Restaurant eine fließende Wasserwand. Holztische und passende Tischdekoration runden das Bild harmonisch ab.


Außerdem, und das habe ich in meiner Laufbahn als begnadete Restaurantbesucherin noch nie erlebt ;), gab es im Restaurant eine Leinwand mit Beamer - darüber wurde mittels Livecam die Arbeit in der Küche übertragen. Damit soll sicherlich entsprechende Transparenz den Gästen gegenüber vermittelt werden. Für mich ist das Ganze allerdings ehrlich gesagt eine Spur "drüber". Aber über Geschmack lässt sich ja immer streiten. 
Aprpos Geschmack. Am zweiten Abend unseres Aufenthaltes durften wir in den Genuss eine 3-Gang-Menüs kommen. Zur Vorspeise erwartete uns ein würziges Kressesüppchen mit geschäumter Milch. Beim Hauptgang durften wir zwischen 3 Elementen wählen.

Metall: 
Entenbrust mit Brokkoli und Kartoffelgratin

Wasser: 
Heilbutt mit buntem Gemüse und Bandnudeln

Erde:
Frikassee aus Gnocchi & Ei

Und für welchen Hauptgang habe ich mich wohl entschieden? ;)

 
Das Kressesüppchen hat mir von allen drei Gängen am besten geschmeckt. Ich bin einfach ein Suppenfan und hier hat die Würze einfach gestimmt. Richtig, richtig gut. Mmmh. Ich vergebe fünf von fünf Sternen. :)

 
Nun zum Hauptgang - ich habe mich für das "Metall" entschieden, also die Entenbrust durfte es sein. :) Besonders gut gefallen hat mir auch die Präsentation des Gerichtes auf der Holzscheibe und dieser tollen Pfanne (wo kann man sowas kaufen???) Geschmacklich war der Hauptgang ebenfalls sehr gut, nur eben nichts neues, das heißt ich hätte mir hier eigentlich noch etwas besonderes gewünscht - vielleicht ein anderes Gemüse oder eine besondere Zutat im Kartoffelgratin. Aber küchentechnisch hat man auf jeden Fall gemerkt, dass der Koch sein Handwerk beherrscht. Brokkoli schön bissfest, Gratin genau richtig gewürzt und das wichtigste: perfekter Garpunkt bei der Ente plus zartes Fleisch.
Fazit: vier von fünf Sternen.

Zum Abschluss kam das Dessert - das Element "Feuer" hatte eine in Weißwein pochierte Birne Helene mit Vanilleeis und Schokoladensauce zu bieten. Das Eis und die Birne haben megaköstlich geschmeckt und ich hätte locker noch eine zweite Portion davon gegessen. Nur war es für mich sehr schwer mit Hilfe der Gabel und kleinem Löffelchen mein Birnenfruchtfleisch vom Stiel zu bekommen. Während ER zufrieden vor sich hin mmmhte, sah ich aus, als wäre ich Chefchirugin von Beruf. Irgendwann hatte ER Mitleid und hat mir dann meine Birne in Stücke geschnitten. Von 100.000 pochierten Birnen habe ich leider das harte Exemplar erwischt - es ist wie mit dem Kirschkern im Kirschkuchen. Mich triffts. Aber es war trotzdem ganz lustig. Ein älteres Paar am Nebentisch bemerkte unsere DieBirneWirdZerstückeltObSieWillOderNichtAktion und hat mit uns gemeinsam über die Sache gewitzelt und gelacht und somit war es dann nicht mehr ganz so unangenehm für mich. Am Ende konnte ich dann auch noch mein Dessert genießen. 
Also auch hier vier von fünf Sternen.


Am letzten Tag unseres Aufenthaltes haben wir uns die Rostocker Innenstadt angeschaut. Zuerst gelangten wir zum Kröpeliner Tor. Direkt dahinter liegt ein Einkaufszentrum.



Nach einem kurzen Besuch bei Zara & Co. (es war so kalt und stürmisch an diesem Tag, dass ich gleich die Chance nutzte und mir einen kuscheligen Schal zulegte :-)) ging es weiter zum Uniplatz. Dieser bildet den Mittelpunkt der Fußgängerzone um die Kröpeliner Straße und ist Teil der historischen Rostocker Neustadt. In der Mitte des Universitätsplatzes befindet sich der Brunnen der Lebensfreude.



Brunnen der Lebensfreude mit Blick auf die Uni


Weiter ging es dann zur Marienkirche - die evangelisch-lutherische Hauptkirche Rostocks. 


Besonders interessant fand ich die Astronomische Uhr  aus dem Jahr 1472 sowie das 26 Meter Hohe Südgiebelfenster. 
Im oberen Teil der Astronomsischen Uhr befindet sich die Hauptuhr. Dieses ist mit einem Zeigerumlauf von 24 Stunden ausgestattet (im Unterschied zum modernen 12-Stunden-Umlauf einer “halben” Uhr, so wie wir sie kennen). Tierkreiszeichen und Monatsbilder finden sich innerhalb der Stundenanzeige, außerdem zwei  gegen den Uhrzeigersinn rotierende Scheiben für Sonne und Mondphasen.
Astronomische Uhr

Im unteren Teil der Uhr befindet sich die Kalenderscheibe, die ebenfalls von Tierkreiszeichen umgeben ist. Die Kalenderscheibe erlaubt außerdem das Ablesen einer Reihe von kalendarischen Daten (u.a. Tag/Monat/ Jahr sowohl für die Zukunft als auch für die Vergangenheit). Eine kleine Erläuterung für Besucher ist unmittelbar vor der Uhr angebracht. 

Astronomische Uhr
Blick auf das Südgiebelfenster




Nach unserem Besuch der Marienkirche ging es weiter in Richtung Marktplatz - Neuer Markt. Der Neue Markt wurde an allen Seiten bis zu seiner Zerstörung 1942 von prächtigen Giebelhäusern aus vier Jahrhunderten umgeben. Nur noch an der Westseite behielten sechs Häuser ihre ursprüngliche Gestalt. Mir haben die Giebelhäuser besonders gut gefallen. In so einem Haus würde ich auch gern mal wohnen. Welches gefällt Euch am besten? Das kleine Grüne finde ich am schnuckeligsten. :-) Am Neuen Markt befindet sich außerdem das Rathaus der Hansestadt - auch ein sehr hübsches Gebäude, sowie der Möwenbrunnen. Dieser wurde 2001 erbaut. Um eine Säule mit einer Möwe stehen dabei vier antike Meeresgötter: Neptun mit dem Dreizack, Nereus, Triton und Protheus.
Giebelhäuser am Neuen Markt

Rathaus und Möwenbrunnen



Am Ende unseren kleinen Stadtrunde gelangten wir am Steintor an. Dieses galt im Mittelalter als Haupteingang für die Stadt. Fürsten kamen durch das Tor, um auf der eigens für sie gepflasterten Straße (Steinstraße) zügig zum Rathaus und in die St.-Marien-Kirche zu gelangen. An der Stadtseite des Tores tragen Löwen die drei Wappen (den Greif (Geheimsiegel), den Stierkopf (Großes Stadtsiegel) und das dreifarbige Schild mit dem Greif im oberen Feld (das hanseatische Stadtwappen)). Darunter steht die Inschrift: "Sit intra te concordia et publica felicitas" ("In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen").

Steintor


 Mit vielen lieben Grüßen & euch allen noch einen schönen Sonntag,

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen