8. November 2013

Fit durch den Winter mit frischem Wintergemüse - Teil II: Topinambur-Rohkost mit Äpfeln und Grapefruit

Heute komme ich endlich dazu an dem zweiten Teil meiner Wintergemüse-Reihe zu schreiben. 
Bekommt ihr auf dem Nach-Hause-Weg auch immer eine kalte Nasenspitze, weil euch der kalte Wind um das Gesicht pfeift? 
Ich muss in solchen Momenten immer an die kleinen Rumpelwichte von Ronja Räubertochter denken:
 "Pfui Pfui".



Nun ja, heute also ein feines Rezept mit Topinambur - wer oder was das ist und wieso ich das ganz lecker finde (und warum es dann auch noch gesund ist ^^) könnt ihr hier lesen:


Wer oder was ist dieser ominöse Topinambur?


Die Topinambur zählt zum Wurzelgemüse und gehört zur Familie der Sonnenblume.
Die Knollen wachsen unter der Erde und werden deshalb auch als Rosskartoffeln oder Erdbirnen bezeichnet.

Topinambur haben eine bräunlich-violette Schale und ein weiß-beiges Fleisch.
Ihr könnt das Wurzelgemüse entweder schälen, es genügt aber auch die Schale gründlich zu waschen (am besten mit einer Bürste) und die Topinambur dann mit Schale zu verzehren.
Der Geschmack von Topinambur ist angenehm mild, leicht nussig und ganz leicht süßlich.

Ihr könnt das Gemüse sowohl roh als auch gegart verwenden.
Im rohen Zustand raspel ich die Topinambur am liebsten, vermenge sie mit klein geschnittenen Äpfeln und/oder Orangen und habe im Nu einen leckeren Rohkostsalat.
Ihr könnt sie aber auch weich garen und dann zu Püree oder Suppe verarbeiten oder als Gemüsebeilage verzehren.

Da die Topinambur nur wenig Kalorien und von Natur aus sehr viele Ballaststoffe enthält, ist sie ein prima Sattmacher. Sie enthält außerdem reichlich Vitamin C, Provitamin A, Kalium und Eisen und ist aufgrund ihres hohen Inulingehaltes (nicht mit Insulin verwechseln ^^) besonders für Diabetiker gut geeignet.

Saison hat die Topinambur in Deutschland im Übrigen von Oktober bis Mai.
Ihr könnt sie dann mit etwas Glück in gut sortierten Supermärkten oder auf dem Wochenmarkt erhalten.

Zutaten für 2 Portionen:
1 kleiner Apfel
1 Orange oder Grapefruit
200 g Topinambur

Für das Dressing:
150 g Joghurt
2 EL frisch gehackte Petersilie
Saft einer halben Zitrone
ca. 1 EL Honig oder Agavendicksaft
Salz, Pfeffer

Außerdem:
2 EL grob gehackte Nüsse

wie es geht
Die Topinambur waschen, gut abbürsten (ggf. sparsam schälen) und dann grob raspeln.
Den Apfel ebenso waschen, grob raspeln (je nach Verträglichkeit mit oder ohne Schale) und dann mit der Topinambur vermengen.
Die Orange/Grapefruit schälen, in Stücke schneiden und ebenfalls zur Rohkost geben.

Für das Dressing den Joghurt mit Zitronensaft, frisch gehackter Petersilie und Honig vermischen und dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Rohkost in eine Schüssel geben und mit den grob gehackten Nüssen bestreuen. 
Das Joghurtdressing separat dazu anrichten.



Wieso eigentlich roh?
Gerade jetzt in der Erkältungszeit esse ich Obst und Gemüse am liebsten roh. 
Denn beim Erhitzen geht ein Großteil der gesunden Inhaltsstoffe wie z.b. Vitamine oder sekundäre Pflanzenstoffe schnell verloren, denn sie sind sehr hitzeempfindlich.
Tipp: eine kleine Hand voll Nüsse zum Salat ist ebenso keine schlechte Idee, denn diese enthalten neben gesunden omega-3-Fettsäuren auch noch Zink, welches unsere Abwehrkräfte stärkt.

Dieses Rezept passt also optimal zum derzeitigen Event von Tomateninsel.

Vitaminbomben (Einsendeschluss: 24.11.2013)

4 Kommentare:

  1. Topinambur kann man roh essen? Man lernt wirklich nie aus. Das Rezept hört sich wirklich lecker an.

    Liebe Grüße
    Kathleen

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  2. Danke, dass du mit diesem tollen Rezept an meinem Blog-Event teilnimmst.
    Deine Erklärungen bzgl Topinambur fand ich sehr hilfreich, da ich ihn noch nie gegessen habe. Kannst du beschreiben, wie er schmeckt?

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    1. Hallo Melli,
      ich würde den Geschmack der Topinambur als mild und nussig sowie auch ein wenig süßlich und erdig beschreiben, erinnert mich ein kleines bisschen an Pastinake. Ich habe aber auch gelesen, dass Topinambur geschmacklich der Artischoke ähneln soll. Das kann ich leider nicht beurteilen, da ich noch nie Artischoke gegessen habe. ^^

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    2. Danke für die Erklärung :-)

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