10. April 2021

Instant-Klassiker mal selbstgemacht: Miso-Ramen

Ramen gehört zu den klassisch japanischen Gerichten und wir essen die Nudelsuppe zu Hause relativ häufig. Vor allem als kleiner Snack am Mittag oder Nachmittag. Meist greifen wir dann zugegeben zu den kleinen Instant-Päckchen aus dem Supermarkt. Völlig klar, dass das nicht gesund ist bei den vielen Zusatzstoffen aber manchmal hat man eben Bock auf eine Portion Natriumglutamat und puren umami-Geschmack. :) Gerade jetzt wo es draußen, leider, doch nochmal relativ kalt geworden ist, steigt wieder die Lust auf eine warme Suppe am Abend. Also habe ich mir überlegt die Ramen einfach mal ohne Päckchen und Tütchen zuzubereiten und das hat wunderbar geklappt. Die Suppe war schön kräftig, würzig und hat gut durchgewärmt. Werden wir öfter so machen. 

Zutaten für drei bis vier Portionen: 

125 g Mie-Nudeln
2 Karotten
1/2 Stange Lauch
3-4 Champignons
3 EL Mungobohnen-Sprossen (aus dem Glas)
1 EL Misopaste 
600 ml Wasser
400 ml Hühnerbrühe
1 Bio-Hähnchenbrustfilet
3 EL Sesamöl
Sojasauce (ca. 2-3 EL)
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm x 1 cm groß) 
1 Frühlingszwiebel
Paprikapulver (edelsüß)
Cayennepfeffer
Zwiebelpulver
Salz 
Sesam, geschält 
(optional auch schwarzer Sesam - ist aber nur für die Deko)
2 EL Cashewkerne oder Erdnüsse
 
 
 
wie es geht:
 
Karotten schälen und in hauchdünne, schmale Streifen schneiden (alternativ mit dem Sparschäler oder Julienne-Schäler arbeiten, dann geht´s leichter).
Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. 
Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. 
Die Mungobohnensprossen in ein Sieb geben, mit kaltem Wasser abbrausen und abtropfen lassen.

 Knoblauch abziehen, Ingwerstück schälen und beides fein hacken.
Das Hähnchenbrustfilet in schmale Streifen schneiden. 
 
In einem Topf die Misopaste leicht erwärmen, dann mit Wasser aufgießen und gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Hühnerbrühe dazugießen und den Herd auf höchste Stufe stellen. 
Mie-Nudeln, Karotten, Champignons, Mungobohnensprossen und Lauch dazugeben, einmal kurz aufkochen lassen, dann bei mittlerer Hitze 3 Minuten garen. 
 
In der Zwischenzeit in einer Pfanne Sesamöl erhitzen. Hähnchenfiletstreifen dazugeben und von allen Seiten goldbraun anbraten, dabei Knoblauch und Ingwer sowie Sojasauce mit in die Pfanne geben.
Angebratene Hähnchenbrust mitsamt Bratensaft in die Ramen-Suppe geben. 
 
Ramen mit Paprikapulver, Cayennepfeffer und Zwiebelpulver sowie bei Bedarf etwas Salz final abschmecken. 
Die Suppe auf zwei Schalen verteilen. 
Als Topping die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und auf die Ramen geben. 
Zusätzlich Sesam und Cashewkerne oder Erdnüsse auf die Suppe streuen.

 




     よろしくお伝え下さい
(Viele Grüße)
 
 

 

Weiterlesen »

29. März 2021

Seelenschmeichler: Schokoladen-Windbeutel mit Sahne, Erdbeeren und Banane

Kurz vor Ostern, immernoch Lockdown. Mit dem Gedanken, dass ich dieses Jahr meinen Geburtstag wieder nicht mit Freunden und Familie feiern kann, hab ich mich schon abgefunden. Es ist teilweise schon hart sich täglich wieder neu zu fokussieren, am Ball zu bleiben und nach vorn zu schauen. Aber wir beißen uns da durch und es wird besser werden! Davon bin ich überzeugt. Und bis dahin beiße ich mich durch diese mega leckeren Windbeutel. 

Neue Rezepte ausprobieren lenkt den Fokus einfach weg von dem ganzen Mist der um uns herum passiert und deshalb habe ich mir vorgenommen, mich mal an einen Brandteig heran zu wagen. Und ich muss sagen, dass war eigentlich recht easy. :-) Aus dem Teig habe ich dann Windbeutel gemacht und diese mit Sahne gefüllt. Um das Ganze noch etwas zu verfeinern, habe ich die Windbeutel noch mit Bananen- und Erdbeerscheiben belegt und statt Puderzucker geschmolzene Zartbitterschokolade für die Deckel verwendet. Traumhaft. Einfach ein leckerer Seelenschmeichler.

Beim Backen habe ich mir ein relativ altes Backbuch von 1994 aus meinem Fundus zu Hilfe genommen. "Das große Buch vom Backen" (Stedtfeld Verlag) Mit dem Titel ist eigentlich auch schon alles gesagt - hier werden unter anderem die verschiedensten Grundteige und deren Herstellung sehr genau beschrieben und auch Tipps zur Herstellung gegeben.

Hier einige Tipps aus dem Buch zum Thema Brandteig: 

  • Mengen für die Brandteigherstellung sollten nicht geschätzt werden
  • Mehl erst nach dem Aufkochen des Wassers zufügen
  • Eier nicht alle auf einmal in den Teig geben
  • Brandteig sollte sich langsam, tropfenförmig vom Löffel lösen
  • bei zu vielen Eiern wird der Teig flüssig
  • sollte sich der Teig nicht vom Löffel lösen, kann man noch etwas vom Ei hinzugeben.                ("Das große Buch vom Backen" (Stedtfeld Verlag, 1994) Seite 116)

Zutaten für 9 kleine Windbeutel:

Für den Brandteig:
 75 g Butter
215 ml Wasser
95 g gesiebtes Weizen-Mehl Type 405 
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier 

Für die Füllung:
1 Banane
4-5 Erdbeeren
1 Becher Sahne (200 ml)
3 gehäufte EL Puderzucker

Außerdem: 
50 g Zartbitterschokolade
1 Spritzbeutel mit geschlossener Sterntülle

wie es geht:
 
Die Butter in einen Topf geben und gemeinsam mit dem Wasser zum Kochen bringen.
Das Wasser solange kochen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist.
Dann sofort das Mehl zügig hinzusieben und den Topf vom Herd nehmen. 
 
Die Mischung so kräftig wie möglich mit einem Holzlöffel verrühren, bis der Teig dick und geschmeidig wird und sich vom Topfrand löst.
Vanillezucker zugeben.
 
Den Topf zum Abkühlen des Teiges in kaltes Wasser oder auf den Balkon stellen.
 
Wenn der Teig abgekühlt ist, die Eier einzeln zugeben. Jedes Ei sollte völlig verrührt sein, bevor das nächste folgt. Sind die Eier sehr groß, kann es sein, dass kein weiteres gebraucht wird. Wichtig ist, dass der Teig ziehend und nicht zu flüssig ist. 
 
Als nächstes ein Backblech mit Backpapier auslegen. 
(Tip: Das Backpapier mit etwas Wasser bepinseln, damit es angefeuchtet ist. Dadurch gehen die Windbeutel im Ofen besser auf.) 

Den Brandteig in einen Spritzbeutel geben.  
Mit Hilfe der geschlossenen Sterntülle ca. 4 cm breite "Häufchen" auf das Backpapier spritzen. 
Windbeutel für 20 Minuten bei 200 Grad Umluft in den Ofen stellen.

Wichtig: Während des Backvorgangs nicht die Ofentür öffnen, sonst werden aus euren Windbeuteln ganz schnelle "platte Beutel". 
 
Die fertig gebackenen Windbeutel auskühlen lassen, anschließend in der Mitte durchschneiden. 
 
................................................

In einem Wasserbad die Zartbitterschokolade bei maximal 40 Grad Kerntemperatur schmelzen lassen. 
Die Hälfte der geschmolzenen Schokolade für die Windbeuteldeckel nutzen - einfach mit einem kleinen Löffel in dünnen Strahlen darauf träufeln. 
 
Die restliche Hälfte der geschmolzenen Schokolade mit Hilfe eines Pinsels auf die unteren Hälften der Windbeutel auftragen.  
(Die Schokoladenschicht auf der unteren Hälfte, sorgt sobald sie fest geworden ist dafür, dass unser noch folgender Obst- und Sahnebelag das Gebäck nicht durchweicht.) 

Schokolade auf den Windbeuteln fest werden lassen. 

...............................................

Die Banane schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. 
Erdbeeren waschen, putzen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. 
(Wir benötigen jeweils ca. 18 Bananen- und Erdbeer-Scheibchen)
 
Das Obst auf den Windbeuteln verteilen - jeweils 2 Bananen- und Erdbeerscheiben pro Windbeutel.  
 
Die Sahne steif schlagen, dabei nach und nach den Puderzucker dazu geben. 
Sahne in einen Spritzbeutel geben und auf die Obstscheiben spritzen. 

Nun den Windbeuteldeckel sanft auf die Sahne setzen. 
Et voila.

 

 Aber bitte mit Sahne,

 

Weiterlesen »

19. März 2021

knusprig und zartschmelzend: Erdnuss-Karamell-Happen mit zweierlei Schokolade

Ein weiteres Rezept, dass sich schon ganz lange eine Bild-Aktualisierung verdient hat, sind diese genialen Erdnuss-Karamell-Stückchen mit knusprigem Keksboden und doppeltem Schokoladenguss. (Das Rezept habe ich im April 2014 online gestellt). Hier kommen Schokoholics auf jeden Fall auf ihre Kosten. Ein knuspriger Keksboden aus einem einfachen Mürbeteig wird bestrichen mit einer Erdnuss-Karamellcremé. Getoppt wird das Ganze mit Erdnüssen, einem Hauch Salz und zum krönenden Abschluss weiße und dunkle Schokolade als Guss. 
 
- No more words needed -

Viel Freude mit dem Rezept.



Zutaten:
Für den Keksteig:
100 g Butter 
(sie sollte weich sein / Zimmertemperatur haben)
80 g Zucker
200 g Weizenmehl (Type 405)
7 EL Milch

Für die Erdnussbutter-Karamell-Cremé:
70 g Erdnussbutter
70 g Erdnussmus
80 g Rohrohrzucker
400 ml gezuckerte Kondensmilch ("Milchmädchen")
1 Hand voll Erdnüsse (ungesalzen)
1 Prise Salz

Für die Schokoglasur:
100 g weiße Schokolade plus 3 EL Sahne
250 g Zartbitterschokolade plus 8 EL Sahne 




wie es geht:

Die Butter schmelzen und in einer Schüssel mit Hilfe des Handrührgerätes gemeinsam mit dem Zucker aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann das Mehl zusieben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verarbeiten. Dabei die Milch unterarbeiten.
(Ich habe den Teig abschließend nochmal mit den Händen durchgeknetet, damit das Ganze noch etwas homogener wird.)
Den fertigen Mürbeteig in Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten im Kühlschrank kühlen lassen. 

Ein Mini-Backblech / Backrahmen oder eine Auflaufform (Größe etwa 28 x 20 cm) mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen und dann in die Form legen. 
Falls ihr keine Form in der Größe habt, könnt ihr auch eine kleiner bzw. größere Form verwenden - der Keksteig wird dann entsprechend dünner oder dicker ausgerollt und die Backzeit variiert dann entsprechend um 2-3 Minuten.

Den Mürbekeksteig nun für etwa 12 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Ofen stellen. Sobald er eine zarte gold-braune Farbe bekommen hat, könnt ihr ihn aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

Für die Erdnussbutter-Karamell-Cremé gebt ihr zuerst den Zucker in eine beschichtete, schwere Pfanne und schaltet den Herd auf die höchste Stufe. Sobald der Zucker zu schmelzen und damit zu karamellisieren beginnt, gebt ihr sofort Erdnussmus und Erdnussbutter dazu, gut unterrühren und die Hitze auf allerkleinste Stufe reduzieren. Nun noch die Kondensmilch zugießen und rühren, rühren, rühren, bis sich langsam eine braune, zähflüssige Masse bildet - euer Erdnussbutter-Karamell entsteht.
Wenn die Karamell-Masse richtig schön dick und zäh geworden ist, könnt ihr sie vom Herd nehmen.
 
 Vorsicht die Masse ist sauheiß! - Nicht die Zunge verbrennen beim Naschen!
 
Die Karamell-Masse nun gleichmäßig auf dem Keksboden verstreichen. 
 Nussfreunde können nun gerne noch eine Handvoll Erdnüsse auf die Karamellcreme streuen.
Ich habe außerdem noch eine Prise Salz auf der ausgestrichenen Creme verteilt.
 
Das Ganze wandert nun für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank, damit die Erdnuss-Karamell-Schicht schön fest werden kann. 

Im letzten Schritt werden die beiden Schokoladensorten grob gehackt und getrennt im Wasserbad mit der Sahne bei maximal 40 Grad geschmolzen. Zuerst die dunkle Schokolade auf die Karamellschicht gießen und glatt streichen. Anschließend sofort die weiße Schokolade im dünnen Strahl darauf verteilen und mit Hilfe eines Stäbchens oder eine Gabel Wirbel bzw. Muster in die Schokolade ziehen. 

Die kleinen Schoko-Erdnuss-Happen sind nun fast fertig, sie müssen jetzt für ein letztes Mal in den Kühlschrank, damit auch die Schokolade fest werden kann. 
Danach könnt ihr die Leckerbissen in mundgerechte Stücke oder kleine Riegel schneiden und servieren.


 Mit karamellig-süßen Grüßen, 

Inspirationsquelle zum Rezept: Lewis Sara (2008): 200 x Backen. Hamburg: Moewig-Verlag. Seite 132 "Schoko-Karamell-Mürbeteiggebäck".
Weiterlesen »

16. März 2021

simpel und lecker: klassische Bratkartoffeln

Jeder hat ja so sein Lieblingsgericht und seine Lieblingsbeilagen. Ich bin ein absoluter Kartoffelfan und könnte jeden Tag Kartoffeln essen - in jeder Form. Ich liebe Püree, Pommes, Gratin, Pellkartoffeln und natürlich auch Bratkartoffeln. 

Bratkartoffeln sind Soulfood, Wärme, Herzlichkeit, der Geruch von bodenständiger, uriger Küche. Haaach.

Damit die Bratkartoffeln besonders gut gelingen, hab ich noch drei wichtige Tipps für Euch:

  1. für Bratkartoffeln immer eine festkochende Kartoffelsorte wählen - diese fallen nach dem Kochen nicht zusammen und lassen sich prima in Scheiben schneiden.
  2. zum Braten am besten Butterschmalz benutzen - das macht die Bratkartoffeln schön knusprig, ist zudem hocherhitzbar und kommt ohne Zusatzstoffe aus.
  3. zum Braten eine beschichtete, schwere Pfanne mit dickem Boden benutzen, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird

Zutaten für 4 Portionen:

1 kg festkochende Kartoffeln
Salz
frisch gemahlener Pfeffer 
 
weitere Gewürze nach Wahl 
(wir benutzen zu Hause gerne Gewürzmischungen mit 
Paprikapulver, Kümmel, Thymian, Oregano und Liebstöckel)
 
1 große oder 2 kleine Zwiebeln 
(wir haben 2 kleine rote Zwiebeln verwendet)
 
4 EL Butterschmalz 
1/2 Bund Petersilie
 
 
wie es geht:
 
Die Kartoffeln waschen und in einen Topf mit Wasser geben - so dass Sie gut mit Wasser bedeckt sind. Dann in ca. 15-20 Minuten gar kochen. 
(Ich steche die Kartoffel immer mit einem Messer an, um zusehen ob Sie durchgegart sind). 
 Wasser abgießen und die Kartoffeln vollständig auskühlen lassen. 
Wir stellen die Kartoffeln so lange es noch so kalt draußen ist, am liebsten raus auf den Balkon, dann gehts etwas schneller mit dem Abkühlen.
Die kalten Kartoffeln nun pellen und in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden.
 
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
 
In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen, sobald es sich aufgelöst und aufgeheizt hat, die Kartoffelscheiben in die heiße Pfanne geben. Nun auch die Zwiebelwürfel zugeben. 
Hitze etwas reduzieren und alles für ca. 7 Minuten unter gelegentlichem Wenden goldbraun braten. Dabei Salz und Pfeffer sowie weitere Gewürze eurer Wahl zufügen und abschmecken. 

Zum Servieren die heißen Bratkartoffeln mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

 

Mit kartoffeligen Grüßen,

Weiterlesen »

10. März 2021

Oldie but Goldie: bunte Gemüserösti mit Kräuterschmand

Das Rezept für die Gemüserösti gibt es jetzt schon seit 2013 auf meinem Blog - also ein richtiger Oldie (but Goldie!😍). Umso mehr hat sich der Beitrag neue Bilder und eine Aktualisierung verdient. Ich weiß nicht genau wieso, aber mir schmecken diese Gemüserösti so unheimlich gut. Ich glaube weil sie zum einen nach frischem Gemüse schmecken und zum anderen herrlich knusprig sind. Uuuuuund zur Resteverwertung ist dieses Rezept auch bestens geeignet.
Mittlerweile habe ich mir auch eine Küchenmaschine angeschafft um das Gemüse nicht von Hand mit der Vierkantreibe raspeln zu müssen - die Quälerei kann ja keiner gebrauchen, es sei denn natürlich man will beim Kochen das Home-Workout für die Oberarme gleich mit erledigen. 💪
Bei den Gemüsesorten könnt ihr ruhig kreativ werden und Variationen mit geraspeltem Kürbis, roter Bete, Petersilienwurzel usw. austesten. So erhaltet ihr immer wieder neue Geschmacksrichtungen.

Viel Freude mit dem Rezept!
 

Zutaten für 12 Stück (reicht für 2-3 Personen):
 1 Karotte
2 mittelgroße Zucchini
 8 mittelgroße Kartoffeln
1/2 Kohlrabi
2 Pastinaken
1 Zwiebel
2 Eier
3-4 EL Mehl
Salz, Pfeffer
Kreuzkümmel, gemahlen
Muskatnuss, frisch gerieben
Bratöl
(zur Deko habe ich auf meinem Teller noch getrocknete Ringelblüten und Basilikum verwendet,
 das könnt ihr aber weglassen - ist nur für die Optik. :) )
 

 
 
Für den Kräuterschmand:
200 g Schmand
 300 g Naturjoghurt
2 TL Knoblauchaioli
 alternativ 2 TL Majo gemixt mit einer kleinen Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
etwas Zwiebelpulver
Schnittlauch
Petersilie
 



wie es geht: 
Das Gemüse waschen.
Die Karotte, Pastinaken, Kohlrabi und die Kartoffeln schälen und dann gemeinsam mit der Zucchini mit Hilfe der Küchenmaschine (alternativ mit der Maschine auf zwei Beinen ;-)) fein raspeln.  Das geraspelte Gemüse in eine große Schüssel geben, damit wir alles gleich ordentlich durchmengen können. :-)
Die Zwiebel schälen, putzen, in feine Würfel schneiden und zum geraspelten Gemüse geben. 
 Das Ganze nun mit 2 TL Salz bestreuen, gut untermischen und dann für 10 Minuten ziehen lassen. 

Tipp:
Da das Gemüse (vor allem die Zucchini) sehr wasserhaltig ist, gebe ich Salz dazu, um die Flüssigkeit aus dem Gemüse zu ziehen. Das verhindert, dass die Masse nachher zu flüssig ist um sie auszubacken. 

In der Zwischenzeit bereite ich den Kräuterschmand zu:
Den Schmand mit dem Naturjoghurt und dem Knoblauchaioli glatt rühren.  
Die Kräuter waschen, trocken tupfen, fein hacken und unter den Dip rühren. 
Das Ganze mit Salz und Pfeffer sowie nach Geschmack auch einer Prise Zwiebelpulver abschmecken.


Zurück zu den Röstis:
Die abgesetzte Flüssigkeit aus der Gemüsemasse nun sorgfältig herausdrücken und abgießen. 
Ihr könnt dies entweder mit Hilfe eines sauberen Geschirrtuches erledigen oder ihr drückt das Gemüse direkt in der Schüssel mit den Händen etwas aus.
Das Gemüse dann mit den Eiern und dem Mehl vermengen. 

Das Ganze nun noch kräftig mit den Gewürzen abschmecken.

Jetzt geht es ans Ausbacken: 
In einer Pfanne etwas Bratöl erhitzen. 
Aus der Gemüsemasse kleine Röstis formen und diese in das heiße Öl gleiten lassen. 
(Finger nicht verbrennen! ;) )
Außerdem drücke ich die Rösti mit Hilfe eines Pfannenwenders etwas an, damit sie schön gleichmäßig braun werden. 
Wenn die Röstis auf beiden Seiten eine goldbraune Farbe bekommen haben, könnt ihr sie genießen.

Meist stelle ich die "erste Fuhre" Röstis in den Ofen um sie warm zu halten und backe dann in aller Ruhe die nächsten Röstis aus.
 


Mit knusperknäusigen Grüßen,

Weiterlesen »

9. März 2021

Kürbis-Saisonabschluss: Hokkaido-Hackfleischpfanne mit Fetakäse

Es ist wieder kalt geworden. Und mit der Kälte steigt bei uns zu Hause die Lust auf wärmende Gerichte. Deshalb habe ich beim letzten Supermarktstreifzug einen Hokkaido-Kürbis gejagt. Da sich Kürbisse lange lagern lassen, erstreckt sich ihre Saison bis in den März hinein. Daraus gekocht haben wir ein klassisches Feierabendgericht - nämlich die Kürbis-Hackfleischpfanne. Ist einfach, geht schnell und wärmt. Zur Verfeinerung gabs obendrauf noch ein paar Würfelchen Fetakäse. 

Für vier Portionen genügt ein halber Hokkaido-Kürbis. Aus der anderen Hälfte lässt sich ein weiterer Klassiker - Kürbissuppe - zaubern oder ihr probiert mal was Neues aus, wie eine Kürbisquiche oder Kürbis-Pasta. Die Kürbisvariationen verlinke ich Euch hier und nun viel Freude mit dem Rezept. 

Rezept: Kürbis-Pastinaken-Suppe

Rezept: Kürbis-Ricotta-Pasta 

Rezept: Kürbis-Quiche

Zutaten für vier Portionen: 

500 g Bio-Hackfleisch (Rind und Schwein gemischt)
1/2 Hokkaido-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2-3 EL Olivenöl
1 Dose gehackte Tomaten
150 ml Sahne
Salz
Cayennepfeffer
Paprika edelsüß
Koriander gemahlen
wenn man mag: 1 Prise Garam Masala
200 g Fetakäse
1/2 Bund Petersilie

 

wie es geht: 

Den Hokkaido-Kürbis waschen und putzen - dabei die Kerne und die faserigen Anteile entfernen. (Die Schale kann bei Hokkaido-Kürbissen mitverzehrt werden - schälen brauchen wir das gute Stück also nicht.) Kürbis in circa ein Zentimeter große Würfel schneiden. 

Zwiebeln und Knoblauch putzen und beides fein würfeln. 

In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Dann das Hackfleisch zugeben und mit anbraten, bis es leicht zu bräunen beginnt. Nun kommen die Kürbiswürfel dazu. Alles gut miteinander vermengen und eine weitere Minute braten lassen. Das Ganze wird jetzt mit den Dosentomaten abgelöscht. Alles gut verrühren und jetzt mit den Gewürzen und der Sahne abschmecken. Jetzt lassen wir die Kürbis-Hackpfanne für 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze garen.

In der Zwischenzeit den Fetakäse in Stücke schneiden und die Petersilie fein hacken. Zum Ende der Garzeit gebt ihr den Fetakäse auf eure Kürbis-Hackpfanne (jetzt nicht mehr umrühren) und lasst den Fetakäse bei geschlossenem Pfannendeckel leicht anschmelzen. Jetzt kann serviert werden - dazu am Schluss noch gehackte Petersilie darüber streuen.


 

mit wärmenden Grüßen,

Weiterlesen »

4. März 2021

Pastinakenauflauf mit Portwein-Zwiebeln auf Kartoffel-Schinken-Püree

Ich habe die letzten Tage genutzt um unseren Balkon frühlingstauglich zu machen. Alle Vorhänge gewaschen, die Blumen aus dem Winterschlaf geholt, die Balkonlounge aufgebaut, Fenster geputzt und nun soll es nächste Woche wieder eiskalt werden. 😨 Ich hoffe mein Flieder überlebt, der hat überall schon kleine grüne Knospen! 😮

Naja zurück zum Kulinarischen - auf die kalten Tage einen wärmend-wohligen Pastinakenauflauf. Geschichtet wird dieser in einer Auflaufform mit einem herzhaften Kartoffel-Schinkenspeck-Püree. Als oberste Schicht verwenden wir in Portwein geköchelte Zwiebelchen mit Parmesan und knusprigem Panko zum Überbacken.
Mit den Bildern war´s wieder schwierig mit der Auflauf-Schönheit. Aber ich hab die ansehnlichsten Fotos für Euch rausgesucht. ;-)
Das Ursprungs-Rezept habe ich aus dem Magazin "freundin" (3/2021) und entsprechend nach meinem Geschmack umgeändert. Das Rezept ist von der Machart recht einfach, allerdings sind es zwei bis drei Arbeitsschritte (Zubereitungszeit in etwa 70 Minuten), so dass ich den Auflauf auch zu besonderen Anlässen empfehlen würde oder wenn man mal wieder ganz gemütlich (vielleicht mit einem Glas Wein) vor sich hin köcheln möchte. 
Wer es nicht ganz so rustikal anrichten möchte wie ich, der kann den Auflauf auch mit Servierringen ausstechen.

 
Zutaten für vier Portionen:
Kartoffel-Schinken-Püree: 
120 g Schinkenspeck  
800 g Kartoffeln (mehlig kochend)
Salz
Muskatnuss  
80 g Butter
150 ml Milch
 
Portwein-Zwiebelchen:
600 g rote Zwiebeln (Gewicht ungeputzt)
80 g Rohrohrzucker
5 EL Balsamico-Creme
 (Tipp: ich habe zu Hause die byodo Bio-Crema, 
welche mit schwarzer Johannisbeere verfeinert ist)
100 ml Rotwein
250 ml roter Portwein
1 Lorbeerblatt
6 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer
 
Pastinaken-Gemüse: 
600 g Pastinaken
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
100 ml Sahne 
 
Außerdem:
6 EL frisch geriebener Parmesan
5 EL Pankobrösel 
 etwas Öl oder Butter für die Auflaufform

wie es geht:

 Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in wenig Salz-Wasser (so dass sie gerade bedeckt sind) gar kochen. Wasser abgießen. Kartoffeln mit Hilfe eines Stampfers zerdrücken. Dabei Milch und Butter unterarbeiten und den Stampf mit Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken. Den Schinken-Speck in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne Fett leicht kross und gold-braun anbraten. Die angebratenen Speckwürfelchen nun unter den Kartoffelstampf heben und beiseite stellen. 

Die Zwiebeln putzen und fein würfeln. (Ich mache das mittlerweile mit dem Blitzhacker bzw. mit der Küchenmaschine, da mir trotz scharfem Messer jedes Mal die Augen tränen wie Hölle und bei den roten Zwiebeln habe ich das Gefühl, ist es besonders schlimm. Nun aber genug mimimi - weiter im Rezept...)

In einem Topf den Rohrohrzucker anschmelzen lassen, bis er beginnt leicht zu karamellisieren, dann die Zwiebelwürfel zugeben und gut miteinander vermischen. Das Ganze wird jetzt mit Rotwein und Portwein abgelöscht. Mit der Balsamico-Creme rundet ihr das Ganze ab. Jetzt geben wir das Lorbeerblatt und die Thymianzweige dazu und würzen alles mit Salz und Pfeffer. Die Mischung lasst ihr jetzt für etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze sanft einköcheln, bis sich eine Art Zwiebelmarmelade daraus ergeben hat.

 In der Zwischenzeit können die Pastinaken geschält und in etwa zwei Millimeter dünne Scheiben geschnitten werden. Knoblauch putzen, fein hacken. In einer Pfanne mit hohem Rand oder einem breiten Topf das Olivenöl erhitzen, Knoblauch kurz anschwitzen dann die Pastinakenscheiben zugeben und alles für etwa eine Minute gleichmäßig anbraten. Das Ganze nun mit der Sahne angießen. Diese einmal kurz aufkochen lassen, dann die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren. Pastinakengemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Ofen auf 170 Grad (Umluft 150 Grad) einstellen. Die Auflaufform mit etwas Öl oder Butter einfetten. Das Kartoffel-Schinken-Püree in die Form füllen und glatt streichen. Darauf kommen die Pastinaken. Nun sind die eingeköchelten Zwiebeln an der Reihe - ebenfalls gleichmäßig verteilen. 

Als letztes mixen wir den geriebenen Parmesan mit den Pankobröseln und geben die Mischung als letzte Schicht auf unseren Auflauf.

Das Ganze nun für etwa 35 Minuten im Ofen überbacken.   

Dazu passt ein kleiner Feldsalat und ein Glas Rotwein. 



Weiterlesen »

27. Februar 2021

Frühlings-Cupcakes mit frischen Beeren und getrockneten Blüten

Bei dem herrlichen Sonnenschein und warmen Temperaturen der letzten Tage kommt man so richtig in Frühlingslaune. Das hat mich dazu inspiriert, das Thema Frühling beim Backen einfließen zu lassen. Herausgekommen sind ein paar schokoladige Muffins, welche ich mit einem Buttercreme-Frischkäse-Frosting, frischen Beeren, gehackten Pistazien und getrockneten Blüten zu frühlingshaften Cupcakes verwandelt habe. Die Cupcakes wurden ausgiebig von der Familie meines Mannes auf Leckerhaftigkeit überprüft und für sehr gut befunden. 😄

Zutaten für zwölf Cupcakes:

 Schokoladenteig: 
100 g flüssige Butter
150 g feinster Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
12 EL Milch
250 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1 Msp Natron
3 gehäufte EL Backkakao
4 EL Schokododrops/Schokostückchen
 
Frosting: 
100 g Butter (gekühlt, aber nicht zu hart)
250 g Puderzucker
150 g Frischkäse natur, Vollfettstufe (gekühlt)
wenn man mag: 2-3 Tropfen Lebensmittelfarbe 
Spritzbeutel mit Sterntülle
 
Garnitur:
verschiedene Beeren
gehackte Pistazien
getrocknete, essbare Blütenblätter
 (z.B. Rosenblüten, Kornblumenblüten, Ringelblume und Lavendel)


wie es geht:

Zuerst stellen wir die Schokomuffins her. Dazu die geschmolzene Butter gemeinsam mit dem Zucker, Salz und Vanillezucker aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. 

(Ich habe den gesamten Prozess der Teigzubereitung wieder mit meiner Küchenmaschine mit dem Rühraufsatz gemacht. Ein Handrührgerät kann hierfür ebenso verwendet werden.)

Dann die Eier nach und nach zugeben, dabei stetig weiter rühren, nun folgt die Milch - diese löffelweise zugießen und unterarbeiten, bis ihr eine schöne gleichmäßige, flüssige Eier-Milchmischung habt. 

In die Eier-Milchmischung gebt ihr jetzt die Schokostückchen. 

Nach dem Rühren folgt das Sieben - deshalb jetzt das Mehl gemeinsam mit dem Backpulver, Natron und dem Backkakao abwiegen und mischen. Das Ganze auf die Zucker-Milchmischung sieben und - jetzt ganz wichtig - nur ganz kurz und nicht zu wild miteinander verrühren, so dass sich alles gerade so miteinander verbunden hat, so wird der Teig schön luftig und fluffig.

Den Schokoteig nun esslöffelweise auf zwölf Muffinförmchen verteilen und im Backofen bei 170 Grad Umluft für 13-15 Minuten backen. 

Mit einem Holzstäbchen, welches ihr nach Ablauf der Backzeit in den Muffin steckt, könnt ihr checken ob die Muffins durchgebacken sind. Klebt feuchter Teig am Holzstäbchen brauchen die Muffins noch ein bis zei Minuten. 

Muffins aus dem Ofen holen und auskühlen lassen.

Damit aus unseren Muffins frühlingshafte Cupcakes werden, benötigen wir jetzt ein Frosting. 

Ich habe mich dazu entschieden, eine ganz klassische Variante aus Buttercreme und Frischkäse zu machen. Man kann aber auch Mascarpone für das Frosting benutzen. Schmeckt auch sehr fein. 

Zuerst schneiden wir die kühle Butter in Flöckchen. Zu den Butterflöckchen gesellt sich nun etwa die Hälfte (also rund 125 g) gesiebter Puderzucker. Das Ganze wird jetzt mit dem Handrührgerät solange geschlagen, bis sich eine cremige Masse ergibt. Dann den restlichen Puderzucker dazu sieben und wieder mit dem Rührgerät glatt arbeiten. Im letzten Step wandert der gekühlte Frischkäse und wenn ihr mögt ein bis zwei Tropfen Lebensmittelfarbe eurer Wahl, zur Buttercreme. Hebt den Frischkäse nur kurz mit einem Teigschaber unter, damit euer Frosting nicht zu sehr an Stand verliert (umso schwieriger wird es sonst mit dem Spritzbeutel). (Bei meinem Frosting habe ich einen Teil mit Hilfe der Lebensmittelfarb in rosa- und fliederfarben hergestellt.)

Das fertige Frosting wandert jetzt für 15 bis 30 Minuten in den Kühlschrank, damit es wieder fester wird. 

Nach der angegebenen Kühlzeit das Frosting in einen Spritzbeutel geben und mit Hilfe der Sterntülle kleine Tupfen auf die Schokomuffins setzen.  

Zum krönenden Abschluss werden die Cupcakes nun noch mit frischen Beeren, gehackten Pistazien und getrockneten Blüten ausgarniert. 

Mit frühlingshaften Grüßen,

Weiterlesen »

4. Februar 2021

Spinatnudeln mit Schinken und Käsesauce

Es gibt Gerichte die sehen eher aus wie ein Verkehrsunfall. Schmecken aber fantastisch. So ist das auch bei den Spinatnudeln in Käsesauce. 
Was das fotografieren meiner gekochten Gerichte angeht, bin ich entspannter geworden. Ich habe ehrlich gesagt schon immer eine richtige Abneigung gegen gekünstelte, überdekorierte Foodfotos, bei denen mitunter Requisiten aus Plastik oder dem 3D Drucker zum Einsatz kommen. Ärgerlich ist es auch ein Gericht nachzukochen, welches einem gut gefällt und dann festzustellen, dass es so gar nichts mit dem Rezeptfoto gemein hat. 
Aus diesem Grund gibts bei mir ehrliche Fotos - kein Schnick und Schnack und somit eben auch mal einen echten Teller Nudeln. Mit viel Käsesauce. Basta. Pasta. ;-)

 

Zutaten für drei bis vier Portionen:

 300 g Nudeln 
(Sorte beliebig)
 
100 g Schinken, gewürfelt
1/2 Zwiebel 
200 g Blattspinat (tiefgekühlt)
2 EL Olivenöl
Pfeffer, Muskatnuss
 
2 EL Butter
2 EL Mehl
250 ml Milch
200 ml Wasser
gekörnte Gemüsebrühe
250 g geriebener Käse
(Sorten nach Geschmack, ich habe Gouda und Cheddar benutzt)

 

wie es geht:

Die Zwiebel putzen und in kleine Würfel schneiden. 
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen, darin die Schinken- und Zwiebelwürfel leicht anbräunen. 
Dann den Blattspinat zugeben und bei mittlerer Hitze alles gut miteinander vermengen. Spinat-Schinkenmischung mit Pfeffer und Muskat würzen. (Auf Salz verzichte ich an dieser Stelle, da der Schinken schon einen guten Salzgeschmack hatte.) Die Pfanne nun mit einem Deckel verschließen und bei kleinster Stufe auf dem Herd stehen lassen.

Jetzt gehts an die Basis der Käsesauce.
Dazu den Käse grob reiben.
In einem Messbecher das Wasser und die Milch abfüllen und die Gemüsebrühe darin auflösen. 
 In einem Topf die Butter schmelzen lassen, dann das Mehl darüber stäuben und sofort mit einem Schneebesen verrühren, damit nichts anbrennt. Hitze reduzieren. Nun nach und nach ganz behutsam den Milch-Gemüsebrühe-Mix zugießen, immer wieder leicht aufköcheln lassen, bis eine dicke Sauce entsteht. Dabei immer mal eine Hand voll von dem geriebenen Käse in die Sauce geben und stetig mit dem Schneebesen unterrühren, damit sich alles schön miteinander verbindet. 
 
Die sämige Käsesauce nun zur Spinat-Schinken-Mischung in die Pfanne gießen und alles gut miteinander verrühren. Käse-Spinat-Sauce in der Pfanne mit geschlossenem Deckel warm halten.

Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen, dann abgießen, abtropfen lassen und unter die Käse-Spinat-Sauce mischen. 
Fertig ist euer Nudelgericht. :-)

 

Weiterlesen »

29. Januar 2021

saftige Hefekränze mit Nussfüllung

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation versuche ich mehr denn je ganz bewusst meinen #stayhome-Hobbys wie malen, lesen und natürlich auch kochen & backen nachzugehen. So lässt sich die Zeit ohne Freunde / Familie leichter aushalten und man hat schöne Erlebnisse die einem ein gutes Gefühl geben. 

Aus diesem Grund habe ich mir letzten Sonntag mal wieder ein Backrezept vorgenommen. Früher hatte ich immer etwas Bedenken bei Hefeteig - wird er aufgehen, was wenn er nicht fluffig wird - mittlerweile denke ich mir: einfach ausprobieren und Übung macht den Meister. :-) Deshalb habe ich mich jetzt auch mal an eine Variante in Kranzform gewagt und eine üppige Nussfüllung dazu gepackt. 

Das Rezept hat wunderbar geklappt und mich wieder darin bestärkt: einfach heranwagen, der Hefeteig ist ein ganz zahmer Geselle, wenn er genügend Wärme und Ruhe bekommt. :-)



Zutaten für 4 Kränze:

Für den Hefekranzteig: 
400 g Weizenmehl (Type 550) 
100 g gemahlene Mandeln 
1 Würfel Hefe (42 g)
140 ml lauwarme Milch
70 g Zucker 
100 g geschmolzene Butter
1 Prise Salz
2 Eier (Größe M) 

später zum Ausrollen und Kneten: 
weitere 100 g Weizenmehl (Type 550) 
 
 Für die Nussfüllung:
4 TL Nuss-Nougat-Creme
100 g gehackte Haselnüsse
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g gemahlene Mandeln
100 g Puderzucker
 300 g Schlagsahne
plus etwas mehr zum Bestreichen der Kränze
 

gleich gehts ab in den Ofen 🌰👍

wie es geht:

Das Mehl und die gemahlenen Mandeln in die Schüssel der Küchenmaschine sieben, eine Mulde formen. Hefe mit einem TL Zucker in 50 ml lauwarme Milch einrühren, bis sie sich aufgelöst hat, Hefe-Milchmix dann in die Mulde gießen und mit etwas Mehl vom Rand abdecken. 

Zugedeckt etwa 15 Minuten gehen lassen. 

Restlichen Zucker, geschmolzene Butter, Salz und Eier zur Mehlmischung geben - Küchenmaschine dabei anstellen und den Teig durchkneten lassen. Restliche Milch nach und nach zugießen und die Küchenmaschine immer weiter kneten lassen, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist.  
(Der Teig ist etwas klebrig - das soll aber so sein :-)). 
Teig nun zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Min. aufs doppelte Volumen gehen lassen. 

 In der Zwischenzeit bereiten wir schon mal die Nussfüllung zu.

Dazu in einer Schüssel die gemahlenen und gehackten Haselnüsse sowie die gemahlenen Mandeln miteinander vermischen, Puderzucker dazu sieben und untermengen.

Jetzt die Schlagsahne gemeinsam mit der Nuss-Nougat-Creme in einen Topf geben und bei schwacher Hitze unter ständigem rühren in eine gleichmäßige Nuss-Nougat-Sahne verwandeln. 
Die Nuss-Nougat-Sahne zur Nussmischung geben und alles zu einer homogenen Nussmasse rühren (unbedingt probieren nicht vergessen ;)).
 
Jetzt wenden wir uns wieder dem Hefeteig zu. Dafür nun den gegangenen Teig mit ca. 100 g Mehl bestäuben und mit den Händen kurz durchkneten. 
Teig nun in 3 gleichgroße Portionen aufteilen (bei mir hatte jede Teigportion etwa 280 g).
 
Jede Teiportion zu einem dünnen Rechteck (ca. 35 x 35 cm) ausrollen.  
Tipp: Macht Euch an diesem Punkt bitte keinen Stress, es muss kein passgenaues Rechteck sein, wichtig ist einfach nur, dass alle drei Teigportionen die ungefähr gleiche Form haben, damit wir sie nachher sauber übereinander stapeln können.
Die erste ausgerollte Teigportion großzügig mit der Nussfüllung bestreichen (in etwa so, als würden wir schön dick Tomatensauce auf einem Pizzaboden verteilen). 
Die zweite Teigportion jetzt auf die erste Teigportion legen und wieder Nussfüllung darauf verteilen. Jetzt noch die letzte, ausgerollte Teigportion auflegen. 
 
Das Ganze nun mit einem Messer in der Mitte zerteilen. Eine Hälte mit der restlichen Nussfüllung bestreichen, andere Hälte nun darauf setzen. Jetzt haben wir einen schönen Hefeteig-Nuss-Block. 
Den Teigblock mit einem scharfen Messer in 2 cm schmale Streifen schneiden (es sollten sich 8 Streifen schneiden lassen). Für die Kranzform je 2 Streifen ineinander verdrehen, zum Kreis legen und an den Enden festdrücken. 

Hefekränze auf einem Backblech platzieren, mit etwas Sahne bepinselns und bei 180 Grad Umluft im Ofen auf der untersten Schiene für etwa 20 Minuten goldgelb backen.


Weiterlesen »

20. Januar 2021

Hessischer Kochkäse mit Kümmel

Wenn ich an Harzer Käse denke fallen mir sofort zwei Worte ein: Stinkekäse und wääägs. Für einige hessische Klassiker wie "Handkäs mit Musik" werde ich mich deshalb wahrscheinlich auch nie begeistern können. Bei Kochkäse sieht es da schon ein bisschen anders aus. Es ist ein mild-würziger, streichfähiger Käse mit Kümmel und in der Familie meines Mannes sehr beliebt - aber er besteht eben auch aus: Harzer Käse. Daher hat J mal wieder an mein kulinarisches Herz appeliert und mich gebeten ihm Kochkäse zuzubereiten. Also ran ans Harzer Käse Trauma - was tut man nicht alles. ;)

Im Internet habe ich verschiedenste Varianten gefunden - entweder mit Quark, Kondensmilch, Schmand oder auch Saurer Sahne und Butter. Deshalb weiß ich nicht, ob es das Standardrezept gibt und habe mich zum Großteil an das Rezept von Sylvia vom Blog Brotwein gehalten.

Die Zubereitung von Kochkäse habe ich als höchst entspannend empfunden - man benötigt etwas Zeit und Ruhe und es geht vor allem um stetiges rühren, rühren, rühren. Mit dem Kochkäse-Ergebnis bin ich sowohl Geschmack als auch Konsistenz betreffend sehr zufrieden. Ich habe von meinem Hessen-Mann ein zufrieden-schmatzendes Lächeln erhalten, als er gekostet hat - und er hat dabei genickt - alles sehr gute Zeichen dafür, dass man alles richtig gemacht hat.


Zutaten für ca. 5 kleine Marmeladengläser (Gesamtmenge 900 g): 

200 g Harzer Käse
250 g Butter
250 g Schmand
200 g Sahne-Schmelzkäse
1/2 TL Natron 
(gibt es z.B. in der Drogerie oder im Supermarkt zu kaufen)
4 TL Kümmel (ganz)
1 Prise Salz
(optional: eine Messerspitze geräuchertes Paprikapulver)
zum Garnieren: etwas Schnittlauch
 
 
 

 

wie es geht:

 Den Harzer Käse und die Butter in Würfel schneiden. 

Beides in einen Topf geben und bei kleiner bis mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen. 

Die Butter schmilzt zuerst - der Harzer Käse braucht etwas länger bis er geschmolzen ist - die Hitze deshalb nicht erhöhen, sonst brennt Euch die Butter an. Am besten ganz meditativ und mit viel Geduld immer schön umrühren bis der Käse schön zerlaufen ist.

Nun den Schmelzkäse zugeben und wieder ganz behutsam und mit viel Geduld und kleiner Hitze alles gut verrühren bis sich der Schmelzkäse verflüssigt hat. 

Jetzt ist der Schmand an der Reihe. Wieder das gleiche Spiel - achtsames Rühren bei niedriger Hitze - sobald ihr auf diese Art den Schmand auf "Betriebstemperatur" gebracht habt, wird sich alles zu einer wunderbar cremigen Masse verbinden - ihr erhaltet eine wohlig duftende Kochkäsesauce. 

Nun kann gewürzt werden, wir haben eine kleine Menge Salz zugegeben - ist aber Geschmackssache. Auch nicht ganz typisch hessisch aber bei uns zu Hause gern genutzt ist etwas geräuchertes Paprikapulver, einfach weil wir drauf stehen. :-)

Jetzt fehlt noch die Zugabe des Natrons. Dieses benötigen wir, damit der Kochkäse schön streichfähig bleibt. 

Dazu einen halben Teelöffel Natron in den Kochkäse geben und unterrühren. Ich habe die Hitze jetzt  erhöht und den Käse dabei ganz kurz mit dem Natron aufkochen lassen damit sich alles gut verbinden kann - dabei wieder rühren, rühren, rühren damit nichts anbrennt.

Das Natron schäumt bei diesem Vorgang kurz auf - also nicht erschrecken. ;)

Die Hitze nun wieder reduzieren und alles für ca. 3 bis 4 Minuten schön geschmeidig rühren. 

Jetzt könnt ihr euren cremig würzigen Kochkäse in Gläser abfüllen und erkalten lassen. 

(Schmeckt aber auch lauwarm gnadenlos gut - dazu eine frische Scheibe kräftiges Roggenbrot - Himmel!!)




Weiterlesen »