29. März 2021

Seelenschmeichler: Schokoladen-Windbeutel mit Sahne, Erdbeeren und Banane

Kurz vor Ostern, immernoch Lockdown. Mit dem Gedanken, dass ich dieses Jahr meinen Geburtstag wieder nicht mit Freunden und Familie feiern kann, hab ich mich schon abgefunden. Es ist teilweise schon hart sich täglich wieder neu zu fokussieren, am Ball zu bleiben und nach vorn zu schauen. Aber wir beißen uns da durch und es wird besser werden! Davon bin ich überzeugt. Und bis dahin beiße ich mich durch diese mega leckeren Windbeutel. 

Neue Rezepte ausprobieren lenkt den Fokus einfach weg von dem ganzen Mist der um uns herum passiert und deshalb habe ich mir vorgenommen, mich mal an einen Brandteig heran zu wagen. Und ich muss sagen, dass war eigentlich recht easy. :-) Aus dem Teig habe ich dann Windbeutel gemacht und diese mit Sahne gefüllt. Um das Ganze noch etwas zu verfeinern, habe ich die Windbeutel noch mit Bananen- und Erdbeerscheiben belegt und statt Puderzucker geschmolzene Zartbitterschokolade für die Deckel verwendet. Traumhaft. Einfach ein leckerer Seelenschmeichler.

Beim Backen habe ich mir ein relativ altes Backbuch von 1994 aus meinem Fundus zu Hilfe genommen. "Das große Buch vom Backen" (Stedtfeld Verlag) Mit dem Titel ist eigentlich auch schon alles gesagt - hier werden unter anderem die verschiedensten Grundteige und deren Herstellung sehr genau beschrieben und auch Tipps zur Herstellung gegeben.

Hier einige Tipps aus dem Buch zum Thema Brandteig: 

  • Mengen für die Brandteigherstellung sollten nicht geschätzt werden
  • Mehl erst nach dem Aufkochen des Wassers zufügen
  • Eier nicht alle auf einmal in den Teig geben
  • Brandteig sollte sich langsam, tropfenförmig vom Löffel lösen
  • bei zu vielen Eiern wird der Teig flüssig
  • sollte sich der Teig nicht vom Löffel lösen, kann man noch etwas vom Ei hinzugeben.                ("Das große Buch vom Backen" (Stedtfeld Verlag, 1994) Seite 116)

Zutaten für 9 kleine Windbeutel:

Für den Brandteig:
 75 g Butter
215 ml Wasser
95 g gesiebtes Weizen-Mehl Type 405 
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier 

Für die Füllung:
1 Banane
4-5 Erdbeeren
1 Becher Sahne (200 ml)
3 gehäufte EL Puderzucker

Außerdem: 
50 g Zartbitterschokolade
1 Spritzbeutel mit geschlossener Sterntülle

wie es geht:
 
Die Butter in einen Topf geben und gemeinsam mit dem Wasser zum Kochen bringen.
Das Wasser solange kochen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist.
Dann sofort das Mehl zügig hinzusieben und den Topf vom Herd nehmen. 
 
Die Mischung so kräftig wie möglich mit einem Holzlöffel verrühren, bis der Teig dick und geschmeidig wird und sich vom Topfrand löst.
Vanillezucker zugeben.
 
Den Topf zum Abkühlen des Teiges in kaltes Wasser oder auf den Balkon stellen.
 
Wenn der Teig abgekühlt ist, die Eier einzeln zugeben. Jedes Ei sollte völlig verrührt sein, bevor das nächste folgt. Sind die Eier sehr groß, kann es sein, dass kein weiteres gebraucht wird. Wichtig ist, dass der Teig ziehend und nicht zu flüssig ist. 
 
Als nächstes ein Backblech mit Backpapier auslegen. 
(Tip: Das Backpapier mit etwas Wasser bepinseln, damit es angefeuchtet ist. Dadurch gehen die Windbeutel im Ofen besser auf.) 

Den Brandteig in einen Spritzbeutel geben.  
Mit Hilfe der geschlossenen Sterntülle ca. 4 cm breite "Häufchen" auf das Backpapier spritzen. 
Windbeutel für 20 Minuten bei 200 Grad Umluft in den Ofen stellen.

Wichtig: Während des Backvorgangs nicht die Ofentür öffnen, sonst werden aus euren Windbeuteln ganz schnelle "platte Beutel". 
 
Die fertig gebackenen Windbeutel auskühlen lassen, anschließend in der Mitte durchschneiden. 
 
................................................

In einem Wasserbad die Zartbitterschokolade bei maximal 40 Grad Kerntemperatur schmelzen lassen. 
Die Hälfte der geschmolzenen Schokolade für die Windbeuteldeckel nutzen - einfach mit einem kleinen Löffel in dünnen Strahlen darauf träufeln. 
 
Die restliche Hälfte der geschmolzenen Schokolade mit Hilfe eines Pinsels auf die unteren Hälften der Windbeutel auftragen.  
(Die Schokoladenschicht auf der unteren Hälfte, sorgt sobald sie fest geworden ist dafür, dass unser noch folgender Obst- und Sahnebelag das Gebäck nicht durchweicht.) 

Schokolade auf den Windbeuteln fest werden lassen. 

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Die Banane schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. 
Erdbeeren waschen, putzen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. 
(Wir benötigen jeweils ca. 18 Bananen- und Erdbeer-Scheibchen)
 
Das Obst auf den Windbeuteln verteilen - jeweils 2 Bananen- und Erdbeerscheiben pro Windbeutel.  
 
Die Sahne steif schlagen, dabei nach und nach den Puderzucker dazu geben. 
Sahne in einen Spritzbeutel geben und auf die Obstscheiben spritzen. 

Nun den Windbeuteldeckel sanft auf die Sahne setzen. 
Et voila.

 

 Aber bitte mit Sahne,

 

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19. März 2021

knusprig und zartschmelzend: Erdnuss-Karamell-Happen mit zweierlei Schokolade

Ein weiteres Rezept, dass sich schon ganz lange eine Bild-Aktualisierung verdient hat, sind diese genialen Erdnuss-Karamell-Stückchen mit knusprigem Keksboden und doppeltem Schokoladenguss. (Das Rezept habe ich im April 2014 online gestellt). Hier kommen Schokoholics auf jeden Fall auf ihre Kosten. Ein knuspriger Keksboden aus einem einfachen Mürbeteig wird bestrichen mit einer Erdnuss-Karamellcremé. Getoppt wird das Ganze mit Erdnüssen, einem Hauch Salz und zum krönenden Abschluss weiße und dunkle Schokolade als Guss. 
 
- No more words needed -

Viel Freude mit dem Rezept.



Zutaten:
Für den Keksteig:
100 g Butter 
(sie sollte weich sein / Zimmertemperatur haben)
80 g Zucker
200 g Weizenmehl (Type 405)
7 EL Milch

Für die Erdnussbutter-Karamell-Cremé:
70 g Erdnussbutter
70 g Erdnussmus
80 g Rohrohrzucker
400 ml gezuckerte Kondensmilch ("Milchmädchen")
1 Hand voll Erdnüsse (ungesalzen)
1 Prise Salz

Für die Schokoglasur:
100 g weiße Schokolade plus 3 EL Sahne
250 g Zartbitterschokolade plus 8 EL Sahne 




wie es geht:

Die Butter schmelzen und in einer Schüssel mit Hilfe des Handrührgerätes gemeinsam mit dem Zucker aufschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann das Mehl zusieben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verarbeiten. Dabei die Milch unterarbeiten.
(Ich habe den Teig abschließend nochmal mit den Händen durchgeknetet, damit das Ganze noch etwas homogener wird.)
Den fertigen Mürbeteig in Frischhaltefolie wickeln und 15 Minuten im Kühlschrank kühlen lassen. 

Ein Mini-Backblech / Backrahmen oder eine Auflaufform (Größe etwa 28 x 20 cm) mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen und dann in die Form legen. 
Falls ihr keine Form in der Größe habt, könnt ihr auch eine kleiner bzw. größere Form verwenden - der Keksteig wird dann entsprechend dünner oder dicker ausgerollt und die Backzeit variiert dann entsprechend um 2-3 Minuten.

Den Mürbekeksteig nun für etwa 12 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Ofen stellen. Sobald er eine zarte gold-braune Farbe bekommen hat, könnt ihr ihn aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

Für die Erdnussbutter-Karamell-Cremé gebt ihr zuerst den Zucker in eine beschichtete, schwere Pfanne und schaltet den Herd auf die höchste Stufe. Sobald der Zucker zu schmelzen und damit zu karamellisieren beginnt, gebt ihr sofort Erdnussmus und Erdnussbutter dazu, gut unterrühren und die Hitze auf allerkleinste Stufe reduzieren. Nun noch die Kondensmilch zugießen und rühren, rühren, rühren, bis sich langsam eine braune, zähflüssige Masse bildet - euer Erdnussbutter-Karamell entsteht.
Wenn die Karamell-Masse richtig schön dick und zäh geworden ist, könnt ihr sie vom Herd nehmen.
 
 Vorsicht die Masse ist sauheiß! - Nicht die Zunge verbrennen beim Naschen!
 
Die Karamell-Masse nun gleichmäßig auf dem Keksboden verstreichen. 
 Nussfreunde können nun gerne noch eine Handvoll Erdnüsse auf die Karamellcreme streuen.
Ich habe außerdem noch eine Prise Salz auf der ausgestrichenen Creme verteilt.
 
Das Ganze wandert nun für mind. 2 Stunden in den Kühlschrank, damit die Erdnuss-Karamell-Schicht schön fest werden kann. 

Im letzten Schritt werden die beiden Schokoladensorten grob gehackt und getrennt im Wasserbad mit der Sahne bei maximal 40 Grad geschmolzen. Zuerst die dunkle Schokolade auf die Karamellschicht gießen und glatt streichen. Anschließend sofort die weiße Schokolade im dünnen Strahl darauf verteilen und mit Hilfe eines Stäbchens oder eine Gabel Wirbel bzw. Muster in die Schokolade ziehen. 

Die kleinen Schoko-Erdnuss-Happen sind nun fast fertig, sie müssen jetzt für ein letztes Mal in den Kühlschrank, damit auch die Schokolade fest werden kann. 
Danach könnt ihr die Leckerbissen in mundgerechte Stücke oder kleine Riegel schneiden und servieren.


 Mit karamellig-süßen Grüßen, 

Inspirationsquelle zum Rezept: Lewis Sara (2008): 200 x Backen. Hamburg: Moewig-Verlag. Seite 132 "Schoko-Karamell-Mürbeteiggebäck".
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16. März 2021

simpel und lecker: klassische Bratkartoffeln

Jeder hat ja so sein Lieblingsgericht und seine Lieblingsbeilagen. Ich bin ein absoluter Kartoffelfan und könnte jeden Tag Kartoffeln essen - in jeder Form. Ich liebe Püree, Pommes, Gratin, Pellkartoffeln und natürlich auch Bratkartoffeln. 

Bratkartoffeln sind Soulfood, Wärme, Herzlichkeit, der Geruch von bodenständiger, uriger Küche. Haaach.

Damit die Bratkartoffeln besonders gut gelingen, hab ich noch drei wichtige Tipps für Euch:

  1. für Bratkartoffeln immer eine festkochende Kartoffelsorte wählen - diese fallen nach dem Kochen nicht zusammen und lassen sich prima in Scheiben schneiden.
  2. zum Braten am besten Butterschmalz benutzen - das macht die Bratkartoffeln schön knusprig, ist zudem hocherhitzbar und kommt ohne Zusatzstoffe aus.
  3. zum Braten eine beschichtete, schwere Pfanne mit dickem Boden benutzen, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird

Zutaten für 4 Portionen:

1 kg festkochende Kartoffeln
Salz
frisch gemahlener Pfeffer 
 
weitere Gewürze nach Wahl 
(wir benutzen zu Hause gerne Gewürzmischungen mit 
Paprikapulver, Kümmel, Thymian, Oregano und Liebstöckel)
 
1 große oder 2 kleine Zwiebeln 
(wir haben 2 kleine rote Zwiebeln verwendet)
 
4 EL Butterschmalz 
1/2 Bund Petersilie
 
 
wie es geht:
 
Die Kartoffeln waschen und in einen Topf mit Wasser geben - so dass Sie gut mit Wasser bedeckt sind. Dann in ca. 15-20 Minuten gar kochen. 
(Ich steche die Kartoffel immer mit einem Messer an, um zusehen ob Sie durchgegart sind). 
 Wasser abgießen und die Kartoffeln vollständig auskühlen lassen. 
Wir stellen die Kartoffeln so lange es noch so kalt draußen ist, am liebsten raus auf den Balkon, dann gehts etwas schneller mit dem Abkühlen.
Die kalten Kartoffeln nun pellen und in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden.
 
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
 
In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen, sobald es sich aufgelöst und aufgeheizt hat, die Kartoffelscheiben in die heiße Pfanne geben. Nun auch die Zwiebelwürfel zugeben. 
Hitze etwas reduzieren und alles für ca. 7 Minuten unter gelegentlichem Wenden goldbraun braten. Dabei Salz und Pfeffer sowie weitere Gewürze eurer Wahl zufügen und abschmecken. 

Zum Servieren die heißen Bratkartoffeln mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

 

Mit kartoffeligen Grüßen,

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10. März 2021

Oldie but Goldie: bunte Gemüserösti mit Kräuterschmand

Das Rezept für die Gemüserösti gibt es jetzt schon seit 2013 auf meinem Blog - also ein richtiger Oldie (but Goldie!😍). Umso mehr hat sich der Beitrag neue Bilder und eine Aktualisierung verdient. Ich weiß nicht genau wieso, aber mir schmecken diese Gemüserösti so unheimlich gut. Ich glaube weil sie zum einen nach frischem Gemüse schmecken und zum anderen herrlich knusprig sind. Uuuuuund zur Resteverwertung ist dieses Rezept auch bestens geeignet.
Mittlerweile habe ich mir auch eine Küchenmaschine angeschafft um das Gemüse nicht von Hand mit der Vierkantreibe raspeln zu müssen - die Quälerei kann ja keiner gebrauchen, es sei denn natürlich man will beim Kochen das Home-Workout für die Oberarme gleich mit erledigen. 💪
Bei den Gemüsesorten könnt ihr ruhig kreativ werden und Variationen mit geraspeltem Kürbis, roter Bete, Petersilienwurzel usw. austesten. So erhaltet ihr immer wieder neue Geschmacksrichtungen.

Viel Freude mit dem Rezept!
 

Zutaten für 12 Stück (reicht für 2-3 Personen):
 1 Karotte
2 mittelgroße Zucchini
 8 mittelgroße Kartoffeln
1/2 Kohlrabi
2 Pastinaken
1 Zwiebel
2 Eier
3-4 EL Mehl
Salz, Pfeffer
Kreuzkümmel, gemahlen
Muskatnuss, frisch gerieben
Bratöl
(zur Deko habe ich auf meinem Teller noch getrocknete Ringelblüten und Basilikum verwendet,
 das könnt ihr aber weglassen - ist nur für die Optik. :) )
 

 
 
Für den Kräuterschmand:
200 g Schmand
 300 g Naturjoghurt
2 TL Knoblauchaioli
 alternativ 2 TL Majo gemixt mit einer kleinen Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
etwas Zwiebelpulver
Schnittlauch
Petersilie
 



wie es geht: 
Das Gemüse waschen.
Die Karotte, Pastinaken, Kohlrabi und die Kartoffeln schälen und dann gemeinsam mit der Zucchini mit Hilfe der Küchenmaschine (alternativ mit der Maschine auf zwei Beinen ;-)) fein raspeln.  Das geraspelte Gemüse in eine große Schüssel geben, damit wir alles gleich ordentlich durchmengen können. :-)
Die Zwiebel schälen, putzen, in feine Würfel schneiden und zum geraspelten Gemüse geben. 
 Das Ganze nun mit 2 TL Salz bestreuen, gut untermischen und dann für 10 Minuten ziehen lassen. 

Tipp:
Da das Gemüse (vor allem die Zucchini) sehr wasserhaltig ist, gebe ich Salz dazu, um die Flüssigkeit aus dem Gemüse zu ziehen. Das verhindert, dass die Masse nachher zu flüssig ist um sie auszubacken. 

In der Zwischenzeit bereite ich den Kräuterschmand zu:
Den Schmand mit dem Naturjoghurt und dem Knoblauchaioli glatt rühren.  
Die Kräuter waschen, trocken tupfen, fein hacken und unter den Dip rühren. 
Das Ganze mit Salz und Pfeffer sowie nach Geschmack auch einer Prise Zwiebelpulver abschmecken.


Zurück zu den Röstis:
Die abgesetzte Flüssigkeit aus der Gemüsemasse nun sorgfältig herausdrücken und abgießen. 
Ihr könnt dies entweder mit Hilfe eines sauberen Geschirrtuches erledigen oder ihr drückt das Gemüse direkt in der Schüssel mit den Händen etwas aus.
Das Gemüse dann mit den Eiern und dem Mehl vermengen. 

Das Ganze nun noch kräftig mit den Gewürzen abschmecken.

Jetzt geht es ans Ausbacken: 
In einer Pfanne etwas Bratöl erhitzen. 
Aus der Gemüsemasse kleine Röstis formen und diese in das heiße Öl gleiten lassen. 
(Finger nicht verbrennen! ;) )
Außerdem drücke ich die Rösti mit Hilfe eines Pfannenwenders etwas an, damit sie schön gleichmäßig braun werden. 
Wenn die Röstis auf beiden Seiten eine goldbraune Farbe bekommen haben, könnt ihr sie genießen.

Meist stelle ich die "erste Fuhre" Röstis in den Ofen um sie warm zu halten und backe dann in aller Ruhe die nächsten Röstis aus.
 


Mit knusperknäusigen Grüßen,

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9. März 2021

Kürbis-Saisonabschluss: Hokkaido-Hackfleischpfanne mit Fetakäse

Es ist wieder kalt geworden. Und mit der Kälte steigt bei uns zu Hause die Lust auf wärmende Gerichte. Deshalb habe ich beim letzten Supermarktstreifzug einen Hokkaido-Kürbis gejagt. Da sich Kürbisse lange lagern lassen, erstreckt sich ihre Saison bis in den März hinein. Daraus gekocht haben wir ein klassisches Feierabendgericht - nämlich die Kürbis-Hackfleischpfanne. Ist einfach, geht schnell und wärmt. Zur Verfeinerung gabs obendrauf noch ein paar Würfelchen Fetakäse. 

Für vier Portionen genügt ein halber Hokkaido-Kürbis. Aus der anderen Hälfte lässt sich ein weiterer Klassiker - Kürbissuppe - zaubern oder ihr probiert mal was Neues aus, wie eine Kürbisquiche oder Kürbis-Pasta. Die Kürbisvariationen verlinke ich Euch hier und nun viel Freude mit dem Rezept. 

Rezept: Kürbis-Pastinaken-Suppe

Rezept: Kürbis-Ricotta-Pasta 

Rezept: Kürbis-Quiche

Zutaten für vier Portionen: 

500 g Bio-Hackfleisch (Rind und Schwein gemischt)
1/2 Hokkaido-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2-3 EL Olivenöl
1 Dose gehackte Tomaten
150 ml Sahne
Salz
Cayennepfeffer
Paprika edelsüß
Koriander gemahlen
wenn man mag: 1 Prise Garam Masala
200 g Fetakäse
1/2 Bund Petersilie

 

wie es geht: 

Den Hokkaido-Kürbis waschen und putzen - dabei die Kerne und die faserigen Anteile entfernen. (Die Schale kann bei Hokkaido-Kürbissen mitverzehrt werden - schälen brauchen wir das gute Stück also nicht.) Kürbis in circa ein Zentimeter große Würfel schneiden. 

Zwiebeln und Knoblauch putzen und beides fein würfeln. 

In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Dann das Hackfleisch zugeben und mit anbraten, bis es leicht zu bräunen beginnt. Nun kommen die Kürbiswürfel dazu. Alles gut miteinander vermengen und eine weitere Minute braten lassen. Das Ganze wird jetzt mit den Dosentomaten abgelöscht. Alles gut verrühren und jetzt mit den Gewürzen und der Sahne abschmecken. Jetzt lassen wir die Kürbis-Hackpfanne für 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze garen.

In der Zwischenzeit den Fetakäse in Stücke schneiden und die Petersilie fein hacken. Zum Ende der Garzeit gebt ihr den Fetakäse auf eure Kürbis-Hackpfanne (jetzt nicht mehr umrühren) und lasst den Fetakäse bei geschlossenem Pfannendeckel leicht anschmelzen. Jetzt kann serviert werden - dazu am Schluss noch gehackte Petersilie darüber streuen.


 

mit wärmenden Grüßen,

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4. März 2021

Pastinakenauflauf mit Portwein-Zwiebeln auf Kartoffel-Schinken-Püree

Ich habe die letzten Tage genutzt um unseren Balkon frühlingstauglich zu machen. Alle Vorhänge gewaschen, die Blumen aus dem Winterschlaf geholt, die Balkonlounge aufgebaut, Fenster geputzt und nun soll es nächste Woche wieder eiskalt werden. 😨 Ich hoffe mein Flieder überlebt, der hat überall schon kleine grüne Knospen! 😮

Naja zurück zum Kulinarischen - auf die kalten Tage einen wärmend-wohligen Pastinakenauflauf. Geschichtet wird dieser in einer Auflaufform mit einem herzhaften Kartoffel-Schinkenspeck-Püree. Als oberste Schicht verwenden wir in Portwein geköchelte Zwiebelchen mit Parmesan und knusprigem Panko zum Überbacken.
Mit den Bildern war´s wieder schwierig mit der Auflauf-Schönheit. Aber ich hab die ansehnlichsten Fotos für Euch rausgesucht. ;-)
Das Ursprungs-Rezept habe ich aus dem Magazin "freundin" (3/2021) und entsprechend nach meinem Geschmack umgeändert. Das Rezept ist von der Machart recht einfach, allerdings sind es zwei bis drei Arbeitsschritte (Zubereitungszeit in etwa 70 Minuten), so dass ich den Auflauf auch zu besonderen Anlässen empfehlen würde oder wenn man mal wieder ganz gemütlich (vielleicht mit einem Glas Wein) vor sich hin köcheln möchte. 
Wer es nicht ganz so rustikal anrichten möchte wie ich, der kann den Auflauf auch mit Servierringen ausstechen.

 
Zutaten für vier Portionen:
Kartoffel-Schinken-Püree: 
120 g Schinkenspeck  
800 g Kartoffeln (mehlig kochend)
Salz
Muskatnuss  
80 g Butter
150 ml Milch
 
Portwein-Zwiebelchen:
600 g rote Zwiebeln (Gewicht ungeputzt)
80 g Rohrohrzucker
5 EL Balsamico-Creme
 (Tipp: ich habe zu Hause die byodo Bio-Crema, 
welche mit schwarzer Johannisbeere verfeinert ist)
100 ml Rotwein
250 ml roter Portwein
1 Lorbeerblatt
6 Zweige Thymian
Salz, Pfeffer
 
Pastinaken-Gemüse: 
600 g Pastinaken
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
100 ml Sahne 
 
Außerdem:
6 EL frisch geriebener Parmesan
5 EL Pankobrösel 
 etwas Öl oder Butter für die Auflaufform

wie es geht:

 Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in wenig Salz-Wasser (so dass sie gerade bedeckt sind) gar kochen. Wasser abgießen. Kartoffeln mit Hilfe eines Stampfers zerdrücken. Dabei Milch und Butter unterarbeiten und den Stampf mit Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken. Den Schinken-Speck in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne ohne Fett leicht kross und gold-braun anbraten. Die angebratenen Speckwürfelchen nun unter den Kartoffelstampf heben und beiseite stellen. 

Die Zwiebeln putzen und fein würfeln. (Ich mache das mittlerweile mit dem Blitzhacker bzw. mit der Küchenmaschine, da mir trotz scharfem Messer jedes Mal die Augen tränen wie Hölle und bei den roten Zwiebeln habe ich das Gefühl, ist es besonders schlimm. Nun aber genug mimimi - weiter im Rezept...)

In einem Topf den Rohrohrzucker anschmelzen lassen, bis er beginnt leicht zu karamellisieren, dann die Zwiebelwürfel zugeben und gut miteinander vermischen. Das Ganze wird jetzt mit Rotwein und Portwein abgelöscht. Mit der Balsamico-Creme rundet ihr das Ganze ab. Jetzt geben wir das Lorbeerblatt und die Thymianzweige dazu und würzen alles mit Salz und Pfeffer. Die Mischung lasst ihr jetzt für etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze sanft einköcheln, bis sich eine Art Zwiebelmarmelade daraus ergeben hat.

 In der Zwischenzeit können die Pastinaken geschält und in etwa zwei Millimeter dünne Scheiben geschnitten werden. Knoblauch putzen, fein hacken. In einer Pfanne mit hohem Rand oder einem breiten Topf das Olivenöl erhitzen, Knoblauch kurz anschwitzen dann die Pastinakenscheiben zugeben und alles für etwa eine Minute gleichmäßig anbraten. Das Ganze nun mit der Sahne angießen. Diese einmal kurz aufkochen lassen, dann die Hitze auf kleinste Stufe reduzieren. Pastinakengemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Ofen auf 170 Grad (Umluft 150 Grad) einstellen. Die Auflaufform mit etwas Öl oder Butter einfetten. Das Kartoffel-Schinken-Püree in die Form füllen und glatt streichen. Darauf kommen die Pastinaken. Nun sind die eingeköchelten Zwiebeln an der Reihe - ebenfalls gleichmäßig verteilen. 

Als letztes mixen wir den geriebenen Parmesan mit den Pankobröseln und geben die Mischung als letzte Schicht auf unseren Auflauf.

Das Ganze nun für etwa 35 Minuten im Ofen überbacken.   

Dazu passt ein kleiner Feldsalat und ein Glas Rotwein. 



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