8. Oktober 2013

Ein einfaches Rezept für knusprige Bratkartoffeln.

Heute gibt es von mir ein kleines, feines und einfaches Rezept für knusprige Bratkartoffeln. 
Am besten verwendet ihr für dieses Rezept eine festkochende Kartoffelsorte.
Diese behalten auch nach dem Kochen ihre feste Konsistenz und lassen sich problemlos in gleichmäßige Scheiben schneiden. 

Bratkartoffeln kann man übrigens auch prima aus übrigen gekochten Kartoffeln vom Vortag zubereiten. 

Ihr könnt sie mit verschiedensten Zutaten kombinieren wie 
Zwiebeln, Speck, Cabanossi oder anderen Wurstsorten, 
Pilzen wie Pfifferlingen, verschiedenen Gemüsesorten (Paprika, Lauch, Tomaten).
 Ich verwende auch gern klein gewürfelte Gewürzgurke oder auch Gewürze wie Kümmel und verfeinere am Ende mit Küchenkräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder auch Rosmarin.

Bei diesem Rezept habe ich mit getrockneten Tomaten, Zwiebel und Rosmarin gearbeitet. 

Viel Freude mit dem Rezept.



Für 4 Portionen (als Beilage)
1,2 kg Kartoffeln
1 Zwiebel
30 g getrocknete Tomaten
Albaöl*, ersatzweise auch Butterschmalz oder Bratöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
eine Prise Zucker
2-3 Zweige Rosmarin

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Was ist Albaöl?
Albaöl ist ein Rapsöl mit Butteraroma.

Da Butter einen niedrigen Rauchpunkt hat, ist sie nicht so gut zum braten geeignet.
Der Rauchpunkt von Butter liegt bei etwa 170 Grad.
 Das Fett beginnt dann zu rauchen/verbrennen und bildet Acrolein (reizt Augen und Schleimhäute und wird als krebserregend eingestuft). 
Des Weiteren beginnt Butter bei zu hohen Temperaturen zu spritzen, da sie unter anderem aus Wasser und Eiweiß besteht. 
Ich verwende Butter nur zum braten, wenn ich beispielsweise gegarten Kartoffeln oder Gemüse ein leichtes Butteraroma verleihen möchte. Ich schwenke die entsprechenden Zutaten nur kurz darin an.

Ich habe mir das Albaöl mal zum "antesten" besorgt um zu sehen inwieweit es den Gerichten wirklich den Buttergeschmack verleiht. Die Bratkartoffeln erschienen mir hierfür als gutes "Testobjekt".
Es ist eine "Erfindung" der schwedischen Küche und hat einen Rauchpunkt von ca. 220 Grad und ist somit gut zum Braten geeignet. 
Da es aus Rapsöl besteht, enthält es zu dem viele ungesättigte Fettsäuren (z.B.: omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken) und es ist cholesterinfrei da es rein pflanzlich ist. 
Wie kommt der Buttergeschmack in die Flasche? 
Hierbei wird mit einem naturidentischen Butteraroma gearbeitet. 
(Den Herstellern ist es bisher leider nicht möglich mit echtem Butteraroma zu arbeiten.)
Was bedeutet naturidentisch?
"Naturidentische Aromastoffe werden chemisch (synthetisch) hergestellt und sind mit einem natürlichen Aromastoff chemisch gleich." 
(Quelle: BfR Bundesinstitut für Risikobewertung - Aromastoffe und Aromen. zum nachlesen: hier)

Genauere Infos könnt ihr hier und hier nochmal nachlesen.

Fazit: 
Die Bratkartoffeln hatten einen feinen Buttergeschmack und das Öl ist sehr gut zum Braten geeignet.
Einziges kleines Manko ist für mich, dass es sich um ein naturidentisches Aroma handelt.
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wie es geht:
Die Kartoffeln waschen und mit der Schale in einem großen Topf mit reichlich Wasser zum kochen bringen.
Die Kartoffeln solange kochen, bis sie fast gar sind
 (Am besten mit einer Messerspitze in die Kartoffeln pieksen um zu sehen wie weich gekocht sie sind.)
Dann das Kochwasser abschütten und die Kartoffeln auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln sowie die getrockneten Tomaten grob hacken. 

Nun die ausgekühlten Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. 

In einer großen Pfanne das Albaöl/ Bratöl erhitzen und die Kartoffelscheiben dazugeben. 
Jetzt ist es ganz wichtig, dass man nicht mehr in der Pfanne herumrührt, sondern die Kartoffeln in Ruhe braten lässt, bis sie beginnen eine gold-braune Farbe anzunehmen (das dauert in etwa 10 Minuten). 
Die Kartoffeln mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.
 Außerdem die Zwiebel und getrocknete Tomaten zugeben.
Die Rosmarinnadeln von den Zweigen streifen, grob hacken und über die Bratkartoffeln streuen.
Jetzt die Kartoffeln wenden und für weitere 10 Minuten braten, 
damit auch die andere Seite anbräunen kann.

Dazu gab es einen Salat und gebackenen Schafskäse.


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