9. September 2013

Pilze sammeln. viele Tipps & kleine Kulinarikus-Pilzkunde - Teil 1

Schon seit Kindertagen habe ich es geliebt mit meinem Vater durch die Wälder zu streifen und Ausschau nach leckeren Speisepilzen zu halten.
Bis heute habe ich mir dieses Hobby bewahrt und möchte Euch mit diesem Post ein paar kleine Tipps rund um das Pilze sammeln geben. 
P.S. Die eigentliche Pilz-Saison beginnt im Herbst aber auch gegen Ende August/Anfang September lässt sich (wie ihr sehen könnt) ein Körbchen mit essbaren Speisepilzen füllen.



was ich am Pilze sammeln liebe:

Geruch frischer Waldluft
... 
sein eigenes Essen sammeln 
...
Kindheitserinnerungen wecken
...
vom hektischen Alltag abschalten
...
körperliche Bewegung in der Natur
...
 mit etwas Glück Wildtiere beobachten
...




Aber Vorsicht!
Nicht jeder Pilz ist gut für den Magen und kann zu Vergiftungen führen! 
Aus diesem Grund solltet ihr nur Pilze sammeln, bei denen ihr euch 100 % sicher seid, dass sie genießbar sind.
Im Zweifelsfall: stehen lassen!
Wenn ihr kein Pilzkenner seid, solltet ihr gemeinsam mit einem erfahrenen Pilzsammler losziehen.
 Auch eine Pilzschule welche Kurse und Wanderungen zu diesem Thema anbietet kann Euch weiterhelfen. Wer es genauer wissen möchte, der klickt hier.


Startklar? Ihr benötigt:
Körbchen oder Stoffbeutel
Pilze sollte nicht in einer Plastiktüte gesammelt werden, sie beginnen dann schnell zu schwitzen und Keime bzw. Mikroorganismen vermehren sich schneller- das kann zu Magenschmerzen und Schlimmerem führen. 
...
festes Schuhwerk
Kulinarikus bevorzugt Gummistiefel
...
wetterfeste Kleidung mit langen Ärmeln bzw. langen Hosenbeinen
Zeckenbisse, Mückenstiche und Schürfwunden von spitzen Ästen sind weder chic noch gesund
je nach Wetterlage auch Mütze und Schirm
...
kleines Messer
Mir wurde mal beigebracht, dass man den Pilz abschneiden und nicht aus der Erde herausdrehen sollte. Falls es jemand besser weiß, freue ich mich über Kommentare. : )
...
Handy mit vollem Akku
(siehe Punkt "Verlaufen?")
...



Auf geht´s in den Wald
Falls euch der Wald noch unbekannt ist, solltet ihr euch nicht zu weit vom Wegrand entfernen um nicht die Orientierung zu verlieren.
Merkt euch markante Punkte. 

Verlaufen?
Stand der Sonne checken:
Die Sonne geht im Osten auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf. 
Im Westen wird sie untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn.
...
Moos wächst immer auf der nach Westen zeigenden Seite eines Baumstammes
und
in unserem Zeitalter: hoffen dass man sein Handy dabei hat und per GPS den Standort überprüfen


Im Folgenden möchte ich euch einige Pilze vorstellen beginnen werde ich heute mit:

Mein Lieblingspilz - die Marone



Name: 
Marone
auch: Maronen-Röhrling, Braunkappe, (im sächsischen auch "Braunhedel")
...
essbarer Speisepilz, dem Steinpilz ähnlich
...
Aussehen: 
kastanienbrauner oder auch dunkelbrauner Hut
hellbrauner Stiel
beim Aufschneiden zeigt sich ein weißes/beiges - blass gelbes Fleisch
...
Schwamm oder Lamelle:
gelblicher Schwamm, der bei Druck blau-grün anlaufen kann
...
Saison: 
vor allem von Juni bis Ende Oktober in Nadel- und Mischwäldern zu finden
...
Geschmack:
kräftig, waldig, aromatisch, leicht nussig
(essbare Speisepilze NIE ROH verzehren - kann zu starken Magen-Darm-Problemen führen!)

Fazit: Rein ins Pilzkörbchen!




Der Name ist Programm - der Birkenpilz


Name: 
Birkenpilz
...
essbarer Speisepilz
...
Aussehen: 
hellbrauner bis brauner Hut
schwarz-weiß-grau geschuppter Stiel - ähnlich wie der Stamm des Birkenbaumes
beim Aufschneiden zeigt sich ein weißes/beiges Fleisch
...
Schwamm oder Lamelle:
weiß bis weiß-grauer Schwamm
...
Saison: 
vor allem von Juni bis Ende Oktober in der Nähe von Birkenbäumen
...
Geschmack:
mild, aromatisch
ältere Exemplare können etwas an Geschmack verlieren
ältere Stiele mitunter holzig und zäh
Pilzfleisch färbt sich beim Braten grau-schwarz

(essbare Speisepilze NIE ROH verzehren - kann zu starken Magen-Darm-Problemen führen!)

Fazit: Rein ins Pilzkörbchen!

Ich hoffe der erste Teil meines Posts hat Euch gefallen. 
Ich freue mich schon, Euch bald Teil 2 vorstellen zu können.

Kommentare:

  1. Eine tolle Idee, dein Pilz-Post :)
    Und lerne ich auf deinem Blog immer wieder neue Dinge, z.B. wusste ich gar nicht, dass Moos auf der Westseite eines Baumes wächst! :D
    Weiter so, ich freue mich schon auf deine nächsten Posts! :)

    Liebe Grüße
    Patricia

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  2. Pilze finde ich faszinierend. Auch die Suche danach ist ein wahres Abenteuer, das Finden noch viel mehr. Super, wenn man einen Fachkundigen dabei hat. So ist die Ausbeute nicht lebensbedrohlich.
    Eine Zeitlang habe ich mich auch sehr intensiv mit diesen Auswüchsen beschäftigt. Sogar Pilzwanderungen absolviert. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass ich auf viele Pilze wohl sehr ansprechend wirke, heißt die mögen mich allzusehr. Allergisch offensichtlich.
    Inzwischen kaufe ich nur noch absolut sichere und getrocknete.
    Viel Spaß beim weiteren Suchen. Pilze sind aber auch wirklich köstlich!
    Marianne

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  3. Sehr interessanter, lebendig geschriebener Post zum Thema Pilze sammeln & Natur.
    Wie Du ja auch erwähnt hast, birgt das Pilze sammeln auch Gefahren. Ich habe mich auch gerade mit dem Thema befasst.
    Wenn man erst einmal weiß auf was beim Pilze sammeln geachtet werden muss, kann man die Natur und die Waldfrüchte ohne Bedenken genießen.

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